[Rezension] Fünf - Ursula Poznanski

2



• Preis: 9,99 • Format: Broschiert • Verlag: rororo • Seiten: 384 • Meine Wertung: 4,5Reihe: 1/2

Ein Spiel mit Namen Tod. Eine Frau liegt tot auf einer Kuhweide. Ermordet. Auf ihren Fußsohlen: eintätowierte Koordinaten. Sie führen zu einer Hand, in Plastikfolie eingeschweißt, und zu einem Rätsel, dessen Lösung wiederum zu einer Box mit einem weiteren abgetrennten Körperteil führt. Es ist ein blutiges Spiel, auf das sich das Salzburger Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger einlassen muss. Jeder Zeuge, den sie vernehmen, wird kurz darauf getötet, die Morde folgen immer schneller aufeinander. Den Ermittlern läuft die Zeit davon. Sie ahnen, dass erst die letzte Station der Jagd das entscheidende Puzzleteil zutage fördern wird ...

Auf einer Kuhweide in Salzburg wird eine weibliche Leiche entdeckt. Das ungewöhnliche daran – Der Frau wurden noch vor dem Tod Koordinaten in die Fußsohlen tätowiert. Schnell stellt sich heraus, dass der Mörder ein blutiges Spiel spielt. Die Koordinaten führen die beiden Ermittler Beatrice und Florin zu einer Box in der sie einen grausigen Fund machen. Die Frau auf der Weide scheint nicht die einzige Leicht gewesen zu sein.

Doch immer mehr ungereimtheiten treten auf. Zusammen mit dem schrecklichen Fund finden Sie Nachrichten mit Rätseln um noch weitere Koordinaten zu entschlüsseln. Aber wieso sind diese Rätsel in der Handschrift der weiblichen Leiche verfasst und was hat es mit den Personen auf sich die, die beiden finden müssen?

Beatrice weiß, dass eine Verbindung der beiden Opfer geben muss, doch den beiden läuft die Zeit davon, denn der Mörder hat es noch auf weitere Personen abgesehen und setzt seine grausige Schnitzeljagd fort…
 
Ursula Poznanski kann es! Der gewohnt flüssige Schreibstil der Autorin lässt die Seiten nur so dahin fliegen. Auch hat die Autorin mit dem Ermittlerduo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger sympathische und authentische Charaktere geschaffen. Beatrice ist mit Leib und Seele Kriminalpolizistin, dass daran bereits Ihre Ehe scheiterte und sie es nicht immer schafft Familienleben und Job unter einen Hut zu bringen macht sie für mich nur noch menschlicher. Und auch Florin scheint so einige male hin- und hergerissen zu sein zwischen seiner (Fern-)Beziehung und seinem Beruf. 

Gleich zu Beginn, im Prolog, wird der Leser in eine brutale Szene geworfen die noch einige Fragen aufwirft, da sie mitten im Geschehen auch wieder endet. So ist das Interesse am Kriminalfall und dessen Lösung sofort geweckt und man möchte unbedingt erfahren was dort vorgefallen ist.

Die Geschichte wird aus der Sicht der Kriminalpolizistin Beatrice erzählt. Nachdem die Frauenleiche auf der Kuhweide gefunden und untersucht wurde versucht sie mit allen Mittel und zusammen mit Ihrem Kollegen Florin den Täter zu finden. Mit kleinen Rätsel lockt sie dieser zu weiteren Personen die im ersten Moment scheinbar nichts mit der Tat und den Opfern zu tun haben. Das alles fand ich unglaublich spannend und unvorhersehbar. Man versucht selbst herauszufinden warum der Täter die beiden gerade zu den jeweiligen Personen führt und welche Verbindung dahintersteckt. Die Grundidee zur Story finde ich für einen Thriller schon sehr gelungen, obwohl das Buch am Anfang eher an einen Krimi erinnert. Es dauert natürlich etwas, bis die Ermittler die Zusammenhänge verstehen und die Geschichte richtig ihren Lauf nimmt so kann es einem anfangs vielleicht etwas zu lange dauern bis die Story richtig in Gang gerät. 
 
Für diese Art von Buch finde ich es immer wichtig, dass die Autoren sich auch gut mit der Arbeit der Polizei auskennen und meiner Meinung nach hat das Ursula Poznanski auch wunderbar geschafft. Das Beatrice und Florin waschechte Kriminalpolizistin sind hab ich ihr sofort abgenommen. Dass man als Autor manchmal dazu gezwungen ist kleine Abweichungen einzubauen kann ich verstehen und sollte das in diesem Buch der Fall sein, so hab ich das nicht wirklich mitbekommen, für mich wirkte alles sehr authentisch.

Erst zum Ende hin, hatte ich mir so einige Gedanken zum Täter machen können und dann wurde das große Rätsel aber auch schon aufgelöst. Es war für mich also nicht so, dass ich das halbe Buch über schon wusste oder mir sicher war, wer es sein könnte. Das Ende war von der Autorin auch sehr gut durchdacht, wenn auch vielleicht mit manchen Dingen etwas weit hergeholt, das tut der Story aber keinerlei Abbruch.

Die ganzen Begriffe und genaue Vorgehensweiße beim Geocashen wird von der Autorin auch sehr gut in die Story eingebracht ohne störend zu wirken. So ist es auch für "Nicht Geocasher" leicht verständlich. Ich weiß noch, als das Buch 2012 irgendwann im Sat 1 Frühstücksfernsehen vorgestellt wurde. Da fand ich die Idee schon ganz interessant vor allem, weil ich selbst schon Geocashen war und es (im Sommer) zusammen mit Freunden auch immer noch tue. Ursula Poznanski hat dieses Spielchen wirklich ausführlich und genau geschildert. Und ich kann es auch nur jedem selbst ans Herz legen es mal zu versuchen. Auch wenn in dem Buch Cashes gefunden werden die man niemanden wünscht so macht es doch Lust diese moderne Schnitzeljagd auch mal selbst auszuprobieren, also traut euch mal ;)
 
Ein spannender Thriller mit sympathischen Charakteren und einer gut durchdachten Story, die an manchen Stellen vielleicht etwas was mehr Schwung gebraucht hätte aber ansonsten großartig war.




Kommentare :

  1. Guten Morgen,
    ich habe "Fünf" verschlungen!
    Die Rezi dazu gefällt mir richtig gut und lässt mich echt überlegen, "Fünf" nochmal zu lesen (wenn da nicht die vielen tollen Bücher wären die ich gerne noch lesen würde...)
    Ich wünsche einen schönen Tag,
    lieben Gruß
    Nadinsche

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dankeschön ♥
      Ja das Buch ist echt genial durchdacht. Hast du vielleicht schon Blinde Vögel gelesen?
      ^^ das stimmt, es gibt so viele Bücher ich glaube ich kommen kaum dazu ein Buch mehr als einmal zu lesen auch wenn es noch so gut ist ;)

      LG ♥

      Löschen